„Freeform“
Ausstellung zeitgenössischer Glaskunst im Glashaus
Vom 15.11.2009 – 10.1.2010 im Glashaus in Ballrechten-Dottingen
Vernissage am Sonntag, 15. November 2009, um 11.00 Uhr.
„Freeform“ lautet der Titel der neuen Sonderausstellung im Glashaus in Ballrechten-Dottingen an der Badischen Weinstraße, in der vom 15. November 2009 bis 10. Januar 2010 Werke des deutsch-englischen Glaskünstlerpaares Nina und Stephen Thorp zu sehen sind. Dank ihrer Kontakte zur deutschen und internationalen Glaskunstszene ist es den Glashausbesitzern Andrea C. Widmann und Georg Krasztinat erneut gelungen, zeitgenössische Glaskunst auf hohem Niveau nach Südbaden zu holen. Am Sonntag, 15. November 2009, um 11.00 Uhr laden sie zur Vernissage in das Glashaus ein.
Nina und Stephen Thorp, die beiden
ausgebildeten
Glaskünstler und –designer mit eigener Werkstatt in
Weißenfeld bei München,
präsentieren im Glashaus ihre neuesten Kreationen, die sie
unter dem Namen
„Freeform Glaskunst“ entwerfen und fertigen. Beide
Künstler kombinieren die
traditionelle Kunst des Glasmachens mit Kreativität und
Originalität. Hohe
Qualität, handwerkliches Können, einfühlsame
Farbgebung und grenzenlose
Phantasie zeichnet ihre Glaskunst aus. Hinter den vielversprechenden
Namen wie
Table Twister, Organics, Wave Platter, Paperweights, Pebbles,
Rainbow-Sign oder
Jewel verbergen
sich einzigartige
Exponate, die mit großem handwerklichem Können
„frei Hand“ am offenen Ofen
geformt oder in Sand gegossen wurden. Darunter Tischskulpturen in
organischer
Form mit einem
interessanten Innenleben, bunt gemusterte Schalen, Vasen und
Teller sowie Briefbeschwerer, deren Spiel von Farben und Mustern zu
einem
Markzeichen der beiden Künstler geworden ist.
Besonderes Highlight der Ausstellung sind die
Sandguss-Unikate. Denn der
Reiz des im Sand geformten flüssigen Glases liegt nicht nur an
den kreativen
Formen und Farbenspielen der Skulpturen, sondern auch an deren
unterschiedlichen Oberflächen. Die im Sand gelegene Seite
weist eine raue
Struktur auf, während die andere Seite
glatt und glänzend das Material zeigt. Darüber hinaus
lassen die Arbeiten von
Nina Thorp eine
intuitive Formensprache
erkennen. Sie verwendet universelle Symbole, die ihr
persönlich gefallen und
etwas bedeuten. Durch das Schleifen und Polieren von
„Fenstern“ ergeben sich
Einblicke in das Innere ihrer Stücke und auch ein Kontrast zur
äußeren, rauen
Oberfläche. Stephen Thorp hingegen lässt geometrische
Grundformen durch den
Gießprozess zu organischen Figuren transformieren. Dabei
verwischt die Brüchigkeit
des Sandes die mathematische Strenge, versieht diese mit einer
zufälligen
Komponente. Der daraus resultierende Gegensatz von klaren Linien und
strukturierter Natürlichkeit macht diese Werke besonders
reizvoll.

Zur Person der Künstler
Nina und Stephen Thorp sind ausgebildete Glaskünstler. Sie haben beide in England ein Studium in Glaskunst- und design abgeschlossen. Nach Studienreisen und Arbeitsaufenthalten in den USA und Bermuda eröffneten sie im Jahr 1993 ihr eigenes Heißglas-Studio in Weißenfeld bei München. Darüber hinaus haben sie einen Lehrauftrag in Sandguss-Technik an der Glasfachschule in Zwiesel im bayerischen Wald. Ihre Werke, die im In- und Ausland in Galerien und Glasmuseen ausgestellt werden, wurden bereits mehrfach national und international ausgezeichnet wie etwa mit dem WERU Glaspreis, den Nina Thorp erhielt, und dem Kunstpreis der Stadt Munster „Glasskulptur & Garten“ für Arbeiten von Stephen Thorp. Im Jahr 1997 beauftragte ihn zudem der Computerhersteller Apple mit dem Design und der Herstellung des „Golden Apple Award“.
