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Neue Ausstellung ab 15.Mai 2026

 

Zwischenräume – Glas und Faden
Eine Ausstellung von Andrea Widmann und Isabelle Wiessler

Unter dem Titel „Zwischenräume, Glas und Faden“ präsentieren Andrea Widmann und Isabelle Wiessler ihre Arbeiten erstmals gemeinsam an zwei Orten: im Glashaus in Ballrechten-Dottingen und in Wiesslers Atelier in Staufen. Die Ausstellung setzt den spannungsreichen Dialog zwischen zwei sehr unterschiedlichen Materialien in Szene: Glas und Stoff.

Andrea Widmann arbeitet seit über 35 Jahren mit Glas und erforscht dessen künstlerisches Potenzial in allen Facetten. Im Zentrum ihres Schaffens steht die Fusing-Technik, bei der mehrere Glasschichten im Ofen verschmolzen werden. Dabei entstehen Spannungen, Texturen und reliefartige Strukturen, die das Material lebendig machen. Widmann gestaltet ihre Glasflächen wie Bildräume: Transparenz, Lichtbrechung und Oberflächenrelief treten in einen subtilen Dialog. Die Werke reagieren auf Licht, Raum und Blickwinkel der Betrachtenden – je nach Standort verändern sich Wirkung und Intensität. Durch gezielte Eingriffe in das Material entstehen Kompositionen, die zwischen Bild und Objekt, zwischen Kontrolle und dem Eigenleben des Glases oszillieren.

In der Zusammenarbeit mit Isabelle Wiessler begegnet das Glas dem kontrastierenden Werkstoff Stoff: Härte trifft auf Weichheit, Transparenz auf Struktur, Licht auf Oberfläche – und aus diesem Spannungsfeld entsteht ein lebendiger Dialog zwischen den Materialien.

Isabelle Wiessler entwickelt großformatige textile Arbeiten, in denen Stoff, Naht und Farbe zu plastischen Kompositionen verschmelzen. Durch freies Quilten und mehrschichtige Acrylaufträge entstehen Oberflächen von intensiver Tiefe, die Bewegung, Lichtwirkung und räumliche Dimension erfahrbar machen. Ihre Landschaftsserien, von abstrahierten Naturszenen, eröffnen verdichtete Erfahrungsräume, in denen Schönheit, Fragilität und Bedrohtsein der Natur spürbar werden. In den „Rindenspielen“ löst sich der Stoff von der Wand und entwickelt als frei im Raum hängende Objekte eine eigenständige, skulpturale Präsenz.

Die Ausstellung lädt ein, die subtile Spannung zwischen Klarheit und Vielschichtigkeit, zwischen Materialität und Licht, zwischen Fläche und Raum zu erleben – und dabei immer neue Facetten von Glas und Faser zu entdecken.

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